Konsumklima erleidet deutlichen Dämpfer - Weniger Kaufkraft befürchtet
Die Konsumstimmung in Deutschland hat sich angesichts wachsender Inflationssorgen merklich eingetrübt. Der vom Nürnberger Institut für Marktentscheidungen (NIM) ermittelte Konsumklima-Index für Oktober gab kräftig um 3,8 Punkte auf minus 30,6 Zähler nach, wie das Institut am Freitag mitteilte. Der "markante Rückgang" ist demnach neben einer gestiegenen Sparneigung vor allem auf das deutliche Abrutschen der Einkommenserwartung zurückzuführen.
"Die Mehrheit der Haushalte rechnet damit, dass die hohen Energiepreise ihre Kaufkraft verringern werden", erklärte NIM-Konsumexperte Rolf Bürkl. "Folglich sind sie skeptischer, was die künftigen Einkommensaussichten für die nächsten zwölf Monate betrifft." Zudem werde das Konsumklima durch eine spürbar gestiegene Sparneigung gedrückt.
Das Konsumklima gilt als wichtiger Indikator für das Konsumverhalten der Verbraucherinnen und Verbraucher, welches wiederum eine wichtige Säule der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland ist. Dafür werden monatlich Interviews mit Verbraucherinnen und Verbrauchern geführt. Für die aktuelle Erhebung wurden vom 3. bis 14. September rund 2000 Menschen befragt.
D.Campanella--INP