Für bis zu 14-Jährige: New York verbannt KI aus Schulen
New York schränkt die Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) an öffentlichen Schulen deutlich ein. Ab Schulbeginn in der kommenden Woche sollen Grund- und Mittelschüler im Alter von bis zu 14 Jahren keine KI-Anwendungen mehr benutzen, wie Bürgermeister Zohran Mamdani am Mittwoch (Ortszeit) verkündete. Nach Angaben der "New York Times" betrifft dies rund 600.000 Schülerinnen und Schüler.
"Die Technologie-Branche will uns glauben machen, dass KI in der frühen Bildung nicht nur unvermeidlich, sondern sogar notwendig ist", sagte Mamdani. "Wir sehen das anders." Das KI-Verbot gilt nach Mamdanis Worten vorerst für ein Jahr. Eine Koalition aus Eltern und Erziehern (AIM) hatte sogar ein zweijähriges Moratorium gefordert.
Mamdani sagte, es gehe angesichts der rasanten Entwicklung von sogenannter generativer KI darum, "die Zukunft richtig zu gestalten". Ein sechsjähriges Kind sei "zu jung, um eine Zwiebel zu schneiden, ein Ei zu braten oder einen Herd sicher zu benutzen", fügte er hinzu. "Dasselbe Prinzip gilt für KI."
Der Leiter der öffentlichen New Yorker Schulen, Kamar Samuels, sagte, bei jüngeren Kindern setze die Stadt auf bewährte Prinzipien wie "menschliche Interaktion, Spiel, Diskussion, Kreativität und die Möglichkeit, schwierige Probleme selbst zu bearbeiten, statt sie an eine Maschine auszulagern".
Ältere Schüler könnten generative KI nutzen - allerdings unter Anleitung von Lehrerinnen und Lehrern. Unter den neuen Regeln soll zudem die Nutzung digitaler Geräte deutlich eingeschränkt werden. Für jüngere Schülerinnen und Schüler wird eine Obergrenze von 30 Minuten täglich empfohlen, für ältere 45 Minuten.
Die KI-kritische Koalition AIM nannte das Verbot zu kurz. Sie kritisierte zudem, dass die Stadtverwaltung unter Anleitung von Lehrerinnen und Lehrern KI-Pilotprojekte an Schulen plant. Damit würden die Kinder zu "Versuchskaninchen", kritisierte die Initiative.
A.Ferrara--INP