Lange Überzahl: Undav erlöst Stuttgart in Paderborn spät
Der VfB Stuttgart hat nach schwierigem Wochen dank Deniz Undav neue Kraft in seinem "Lieblingswettbewerb" getankt und darf weiter vom dritten Pokalfinale in Serie träumen. Der Finalist der vergangenen Saison und Sieger von 2025 setzte sich in der zweiten Runde des DFB-Pokals nach langer Überzahl mit 1:0 (0:0) bei Ligakonkurrent SC Paderborn durch.
Der zuletzt kritisierte Undav (90.+1) schoss die Schwaben vor 14.846 Zuschauern ins Achtelfinale, dabei profitierte die zuletzt so formschwache Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß auch von einer Roten Karte für Paderborns Kapitän Laurin Curda. Ein bisschen Aufwind dürfte der mühsam erkämpfte Sieg dem Bundesliga-15. aber geben, am Samstag kommt es zum schweren Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen (15.30 Uhr/Sky).
Für aufopferungsvoll kämpfende Paderborner bleibt der Lohn dagegen aus - für die Mannschaft von Trainer Ralf Kettemann ist es das dritte Zweitrunden-Aus in Folge.
Sein Team müsse endlich in den "Kampfmodus" schalten, hatte VfB-Coach Hoeneß nach drei Spielen ohne Sieg im Vorfeld gefordert, dazu "mehr Gier und Entschlossenheit, die Dinge zu Ende zu bringen." In Paderborn feierte der VfB schließlich vor zweieinhalb Wochen seinen zweiten und bislang letzten Ligasieg.
Den Start verschliefen die Gäste jedoch komplett, von hellwachen Paderborner ließ sich die Hoeneß-Elf im Minutentakt komplett überrumpeln. Deniz Zeitlers Abschluss (2.) stellte zwar noch kein Problem für Bredlow dar, doch der VfB-Keeper und seine nachlässig agierenden Teamkameraden hatten auch Glück: Zwei Großchancen (4., 7.) setzte Paderborn daneben, Zeitlers nächsten Versuch parierte Bredlow (10.)
Nur ganz mühsam arbeiteten sich die Schwaben in das Spiel, die hitzige Stimmung verlagerte sich von den Rängen auch auf das Feld. Von hinten grätschte Curda in die Beine von Bilal El Khannouss, dafür sah er glatt Rot.
Mit einem Spieler mehr auf dem Platz agierten die Gäste nun mit deutlich mehr Selbstvertrauen, an Kontrolle mangelte es nicht. Nur das Tor fiel lange nicht - auch weil der starke Paderborner Schlussmann Markus Schubert gegen Ermedin Demirovic (68., 68.) glänzt. Kurz vor Schluss aber hielt Undav seinen Fuß in eine Flanke.
A.Rastelli--INP