Kamikaze-Drohnen für die Bundeswehr: Haushaltsausschuss gibt grünes Licht
Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat am Mittwoch nach AFP-Informationen grünes Licht für die Beschaffung tausender Kampfdrohnen für die Bundeswehr gegeben. Die so genannten Kamikaze-Drohnen sollen der Bundeswehr-Brigade in Litauen bei der Abschreckung gegen Russland helfen. Mit der nun erfolgten Zustimmung des Ausschusses kann das Bundesverteidigungsministerium den beiden deutschen Rüstungs-Startups Stark Defence und Helsing dafür Großaufträge erteilen.
Bei den bestellten Kampfdrohnen handelt es sich um so genannte Loitering Munition. Das sind unbemannte Flugkörper, die über ihrem Ziel "lauern", bis sie von einem Operateur den Befehl zum Angriff bekommen. Dann werfen sie entweder eine Sprengladung ab oder stürzen sich selbst auf ihr Zielobjekt. Im Militärjargon werden sie daher auch als "Kamikaze-Drohnen" bezeichnet.
Stark Defence aus Berlin und Helsing aus München sollen die Kampfdrohnen liefern. Zunächst geht es um einen Auftrag für insgesamt rund 536 Millionen Euro mit der Option einer Erweiterung in Milliardenhöhe. Nach einer Vorgabe von Generalinspekteur Carsten Breuer sollen die Waffensysteme 2027 in Litauen einsatzbereit sein.
F.dAmico--INP