Luftalarm während Besuches von Nato-Generalsekretär Rutte in Kiew
Während des Besuches von Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Kiew ist für die ukrainische Hauptstadt Luftalarm wegen eines möglichen russischen Raketenangriffs ausgelöst worden. Dies berichteten am Dienstag Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP. Während die Sirenen heulten, warnte die Armee vor der "Gefahr einer ballistischen" Rakete.
Die russische Armee hatte bereits in der Nacht zum Dienstag zahlreiche ballistische Raketen auf die Ukraine abgefeuert. Die Angriffe unterbrachen vielerorts die Energieversorgung, hunderttausende Menschen sind deshalb bei Temperaturen um die minus 20 Grad Celsius ohne Strom und Heizung.
Rutte war am Vormittag überraschend in Kiew eingetroffen. Mit Blick auf die nächtlichen Angriffe sprach er Moskau den Willen zum Frieden ab. Der Beschuss durch die russischen Streitkräfte in der Nacht bezeuge "keine ernsthaften Friedensbemühungen" Moskaus, sagte Rutte bei einer Rede vor dem ukrainischen Parlament in Kiew.
Zusammen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hatte er zuvor Blumen am Mahnmal für die während des russischen Angriffskrieges getöteten ukrainischen Soldaten niedergelegt.
F.Ciambrone--INP